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2. Juli – In der Prignitz knattert es weiter
3. Juli – Mit der Inselbahn unterwegs
4. Juli – Abschied von der Kleinbahn
16. Juli – Wandel auf den Dieselstrecken
19. Juli – Nicht nur EVB im Wandel
20. Juli – Rangierbetrieb in Ohlsdorf
24. Juli – Mit dem 628 201 an die Schlei
31. Juli – Verkehrstag in Skjoldenæsholm



Sonnabend, 31. Juli 2021 – Verkehrstag in Skjoldenæsholm

Tw 567 und 327

Am Sonnabend fand der traditionelle Verkehrstag im Dänischen Straßenbahnmuseum Skjoldenaesholm statt, bei dem praktisch wieder die gesamte Bandbreite des Museums im Einsatz erlebt werden konnte. Kam im Mai beim ersten Verkehrstag des Jahres erstmals der Odenseer Verband aus Triebwagen 12 und Beiwagen 59 zum Einsatz, war heute Premiere für den zwischen 2012 und 2017 auf Bornholm in Østermarie restaurierten Kopenhagener Verband aus den Wagen 567 und 226. Der Zug wurde bereits im Mai 2017 nach Skjoldenæsholm gebracht und im September 2017 den am Projekt beteiligten Mitarbeitern vorgestellt – die Zulassung und Inbetriebnahme zog sich etwas hin, da an den Wagen nach dem Neuaufbau noch einige Nacharbeiten erforderlich waren.
Hier rücken 567/226 aus der Remise 1 aus, um sich für die erste Fahrt mit Besuchern bereitzustellen. Der Frederiksberger Omnibus FS 1 rückt kurz in die Werkstatt ein, ehe er im Museum Schaufahrten unternehmen wird.

Bus 571

Neben über 80 Straßenbahnfahrzeugen besitzt das Museum auch über 50 Omnibusse, zahlreiche davon zugelassen. Der von Aabenraa Karrosseri A/S auf einem Volvo-Chassis gebaute Wagen KS 571 löste 1972 in København die letzten Straßenbahnen ab, heute kommt er im Anschlussverkehr zur Eisenbahn und zu Rundfahrten um den Valsølillesee zum Einsatz.

Bus 329 und KO17

Aus der Frühzeit des Omnibusverkehrs ist der 1897 gebaute Pferdebus KO 17 der Kjøbenhavns Omnibuskompagni erhalten geblieben, der Wagen hat vor einigen Jahren neue Speichenräder bekommen und erfreut sich bei Rundfahrten über das Gut Skjoldenaesholm großer Beliebtheit – hier werden die zwei Pferdestärken vor den Wagen gespannt. Dahinter der 1949 von Dansk Oversøisk Motor Industri A/S (DOMI) auf dem Chassis eines Leyland Comet aufgebaute Wagen KS 329.

Bus FS1

Der 1913 gebaute und 2003 vom HT-Museum übernommene Frederiksberger De Dion Bouton-Bus FS 1 ist üblicherweise Ausstellungsfahrzeug in der Bushalle. Der Wagen verkehrte den Verkehrstag über als Schaufahrzeug durch das Museum, hier an der Ecke Valby Langgade/Skibhusvej.

Tw 7079

Der im Oktober 2017 aus Praha übernommene ČKD Tatra T3SUCS 7079 gehört seit 2019 zu den Betriebsfahrzeugen des Museums und durchfährt hier die mit Inbetriebnahme der Hst Skellet zur Saison 2018 aufgelassene Station Tobaksmarken. Der an der Strecke liegende Golfclub hat 2020 den Betrieb endgültig eingestellt, das Gelände soll künftig als Naturerholungsgebiet genutzt werden.

Tw 261

Der 1977 vom Museum übernommene Wagen 261 wurde 1907 von Scandia gebaut und ist einer von sieben im Museum erhaltenen Standardwagen von Siemens, welche für Frankfurt/M entwickelt wurden und neben København auch an die Hamburger Straßenbahn (Z2) geliefert wurden. Der Wagen 261 repräsentiert den Zustand 1927, nach dem Umbau der Wagen zu Beginn der 1920er Jahre. Hinter dem Wagen läuft der offene Beiwagen 1172, welcher im Museum bis zur jüngst abgeschlossenen Aufarbeitung unter der Nummer 389 im Einsatz stand.

Tw 567

Der 2011 vom Omstigningsklubben in Skælskør übernommene Triebwagen 567 stammt aus der gleichen Serie wie der zuvor zu sehende Tw 261, er wurde bei der Restaurierung mit einem vom Grazer Triebwagen 133 gewonnenen Fahrgestell versehen und die zu Beginn der 1920er Jahre vorgenommene Plattformverlängerung rückgebaut. Der vor der Restaurierung noch als 267 bezeichnete Wagen zeigt sich im Zustand 1915, der Beiwagen 226 wurde parallel zum Tw 567 auf Bornholm auf einem vorhandenem Fahrgestell weitgehend neu aufgebaut.

Tw 567 und Oldtimer

An den Verkehrstagen besuchen Oldtimer mit Baujahr vor 1972 – dem Jahr der Einstellung der Straßenbahn in København – das Museum und füllen die Straßen mit zeitgenössischem Leben. Wie man sieht – „Platz ist in der kleinsten Hütte“, hier ein NSU Prinz IV mit Caravan.

Oldtimer

Die Fahrzeuge müssen durch den dichten Straßenbahnverkehr gelotst werden, kein leichtes Unterfangen. Der Melbourner Triebwagen 965 wartet auf eine passende Lücke zur Fahrt in die Schleife.

Tw 261

Die Schleife der Regelspurstrecke im 1978 eröffneten Museum wird seit 1985 befahren, als der erste Bauabschnitt der heute rd. 1,5 Kilometer langen Strecke auf der 1936 stillgelegten Trasse der Sjællandske Midtbane in Betrieb ging. Die über 35 Jahre regelmäßigen Betriebes haben an den noch originalen Kopenhagener Schienen Verschleiß hinterlassen, die Schleife wird im Herbst nach Saisonabschluss erneuert.

Tw 567

Der 2010 bis 2012 in Gera aufgearbeitete Flensburger Triebwagen 36 stand den Tag über als Reserve bereit, hier passiert der Zug 567/226 das Meterspurfahrzeug.

Tw 567

Gleiche Serie und doch so verschieden.

Tw 261

Der Tw 261 soll den zur Aufarbeitung anstehenden Triebwagen 275 ersetzen, welcher seit 1985 im Museumseinsatz steht und bevorzugt für Ausflugsfahrten geschlossener Gruppen genutzt wird.
Aktuell kommt der 261 mit dem 1909 von Scandia gebauten offenen Beiwagen 1172 zum Einsatz, welcher 1936 zusammen mit den weiteren Wagen dieser Bauart ausgemustert wurde.
Während 31 der offenen Beiwagen für den Verkehr zu den geplanten Olympischen Spielen 1940 nach Helsinki verkauft wurden, blieb der 1172 in København und wurde für die museale Erhaltung ausgewählt – 2003 wurde der Wagen zusammen mit den anderen Fahrzeugen der aufgelösten HT-Sammlung durch die SHS übernommen.

ATw 13 und Tw 587

Dieses Jahr standen zum Juli-Verkehrstag Arbeitsfahrzeuge im Mittelpunkt. Arbeitsfahrzeuge stehen meist im Schatten des Interesses – auch in Museen sind oft keine oder nur wenige Fahrzeuge erhalten, obwohl nicht selten hochinteressante Geschichten hinter den Fahrzeugen stehen.
Bisher führte der Arbeitstriebwagen 13 in Skjoldenæsholm ein unscheinbares Leben. Bis 2012 diente er in Strausberg als Hilfsgerätewagen, wurde nach Ablauf der HU-Fristen nach Skjoldenæsholm verkauft und im Januar 2013 überführt, hier ist mit dem Rostocker Tw 797 bereits ein Rekowagen im Einsatz. Der Lundingzug aus den Wagen 587/1572 passiert den unerwartet wieder betriebsfähigen Triebwagen 13.


ATw 13

Die Räder der Strausberger Fahrzeuge weisen Eisenbahnprofil auf, da die Strausberger Eisenbahnbis zur Stillegung der Güterstrecke im Jahr 2005 von Eisenbahnfahrzeugen befahren werden konnte. Dadurch konnte der noch aus Berliner Zeiten als 721 040 bezeichnete Wagen bisher nie im Museum eingesetzt werden und stand stets unter einem Behelfsdach abgestellt.
Die Wurzeln des 721 040 gehen auf das Jahr 1907 zurück, als bei Herbrand der Wagen 2900 vom Typ
Maximum 30 für die Große Berliner Straßenbahn (GBS) gebaut wurde. Der ab 1965 als 5416II geführte Wagen vom Typ TD07/25 wurde 1968 im Raw Schöneweide zum Rekowagen 5105 der Reihe TE64 – effektiv begann das Dasein des Wagen erst 1968, da die Spenderwagen für die offiziell als Umbau geführten Rekowagen nicht viel mehr als ihre Wagennummer gespendet haben dürften.
1970 wurde der Tw 5105 bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVB) EDV-gerecht zum 217 304 und 1980 zum Arbeitwagen 721 040. Die 1992 von der wieder für ganz Berlin zuständigen BVG vergebene neue Nummer 4502 wurde nicht mehr angeschrieben wie auch die neue Nummer 13 bei der Strausberger Eisenbahn nicht am Fahrzeug erschien.


ATw 13

Der Tw 13 war von der Sache her im Museum nicht für einen Betrieb vorgesehen und an seinem langjährigen Stellplatz gut versteckt. Eine 2018 zur Arbeitserleichterung gebaute Schmiervorrichtung für die Gleisbögen im Museum benötigt für den Einsatz ein Betriebsfahrzeug und einen Luftanschluss. Der Strausberger Wagen 13 bietet sich für diese Zwecke an, er hat Platz für den Luftkessel und kann auch für andere Arbeitsaufgaben im Museum verwendet werden, das Problem des Eisenbahnradprofils konnte durch eine mobile Drehbank gelöst werden. Nach einer technischen Durchsicht und einer Neulackierung wurde das Fahrzeug heute erstmals präsentiert.

V6E 3657 und Tw 22

Gegen Mittag scherte der Hamburger Zug aus den V6E 3657 und V7BE 4384 in den Betrieb ein und rückte aus der Valby Gamle Remise aus. Der Verband aus den Tw 22 und Bw 283 steht derweil startklar bereit.

S1

Nachdem die beiden Züge ausgerückt waren, erschien mit dem S1 ein weiterer Arbeitswagen auf der Bühne. Beim Schleifwagen S1 handelt es sich um den früheren Triebwagen 23 der Københavns Sporveje (KS), welcher 1900 von F.C. Schultz als Akkumulatortriebwagen mit Oberdeck gebaut wurde. 1902 wurde der Triebwagen auf Oberleitungsbetrieb umgebaut, 1915 die Plattformen verglast und ein neues Fahrgestell eingebaut, das Oberdeck wurde 1924 entfernt.
Der Wagen sollte eigentlich 1940 nach 40 Jahren Nutzung ausgemustert und verschrottet werden, doch blieb er durch die Kriegsereignisse im Einsatz, wurde 1952 zum Schleifwagen S1 umgebaut und war bis zur Einstellung der Straßenbahn 1972 im Dienst. 1972 übernahm der Trägerverein des heutigen Museums, die Sporvejshistorisk Selskab (SHS) den Wagen und stellt ihn heute im letzten Einsatzzustand in der Valby Gamle Remise aus.


S1

Wo heute kleine, leistungsstarke LED-Strahler für Licht sorgen, mussten zu Beginn der 1950er Jahre große Trichter mit Glühlampen zur Arbeitsfeldbeleuchtung montiert werden.

S1

Bei Bedarf konnten an den Schleifwagen verkehrslenkende Schilder auf die früher für die Linienschilder genutzten Halter montiert werden. Die Meterspur im Museum hat Vorfahrt, der S1 lässt den Tw 3 der Århus Sporveje (ÅS) passieren.

S1 und Tw 22

Trubel an der Valby Gamle Remise, wo die Straßenbahnen Richtung Eilers Eg starten. Der Schleifwagen S1 hat sich in Spur B bereitgestellt. Daneben der Tw 22. Tw 22 wurde wie der Tw 23 1952 zum Schleifwagen umgebaut und erhielt die Wagennummer S2. Der S2 wurde bis 2007 wieder in den Zustand 1915 versetzt und hat entsprechend ein auf Bornholm neu angefertigtes Oberdeck erhalten.

ATw 13

Der Tw 13 ist zusammen mit der neu in Dienst gestellten Arbeitslore 30a von der ersten Runde aus Eilers Eg zurückgekehrt.

Tw 22 und S1

Drei Arbeitstriebwagen und ein ehemaliger Arbeitstriebwagen stehen vor der Remise 1 zur Fahrt nach Eilers Eg bereit.

S1 und ATw 13

Wenn man nach der Fahrzeugakte geht, sind beide Fahrzeuge im Foto über 100 Jahre alt – und zeigten sich damals in grundsätzlich anderen Bauformen. Während der S1 zunächst ein doppelstöckiger Akkumulatortriebwagen war, war der heutige Tw 13 in seinen ersten Einsatzjahren ein vierachsiger Maximumtriebwagen. Während der Wagenkasten des S1 noch von 1900 stammt, ist beim Tw 13 keine Schraube älter als 1968.

S1

Der S1 fährt entlang der Valby Langgade.

V6E 3657

Die Sonne zierte sich etwas, als der Hamburger Zug aus den V6E 3657 und V7BE 4384 Tobaksmarken passierte. Die früher von Golfern rege genutzten Wege wachsen allmählich zu, die einst akkurat gepflegten Rasenflächen werden allmählich zu Wildwiesen und die Wegweiser zu den Tee-Zonen sind verschwunden. Im Hintergrund links wurde inzwischen mit dem Anbau von Kohl begonnen.

ATw 13

Triebwagen 13 bricht zur zweiten Runde nach Eilers Eg auf, die Sonne schaut für einen kurzen Moment durch die Wolken.

R4

Dem Tw 13 folgte der R4. Der von Schörling für die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) gebaute Wagen – zum genauen Baujahr gibt es verschiedene Aussagen – dient als Reinigungswagen. Bei der DVG wurde er als 711 geführt, 1997 ausgemustert und an das kurzlebige Straßenbahnmuseum in Schwerte verkauft. Im Jahr 2000 wurde das Museum in Schwerte aufgelöst, das Museum in Skjoldenæsholm kaufte den Tw 711 und arbeitet ihn seitdem in kleinen Schritten zum fiktiven Saugwagen R4 in Kopenhagener Gestaltung auf. In den letzten beiden Jahren wurden bei der Aufarbeitung große Fortschritte erzielt und der Wagen ist inzwischen weitgehend fertiggestellt.

und R4S1

Die KS besaßen selbst drei Reinigungswagen mit den Nummern R1 bis R3, welche 1930 bzw. 1950 von Schörling gebaut werden. Während R1 1965 verschrottet wurde, wurden die beiden anderen Wagen 1970 bzw. 1972 nach Alexandria verkauft.

ATw 13

Triebwagen 13 kehrt aus Eilers Eg zurück.

V6E 3657

Trubel in der Einkaufsstraße.

Tw 567

Tw 567 mit Bw 226 an der Ecke Skibhusvej…

ATw 13

…gefolgt vom Tw 13 mit der Lore 30a.

A30 und S1

Begegnung an der Hst Skellet.

Remise 3

Der Bau von Remise 4 war 2014 der Auftakt einer Reihe von Neubauhallen. Insgesamt fünf neue Hallen wurden errichtet und ermöglichten die Aufgabe von fast allen angemieteten Hallen außerhalb des Museums. Lediglich eine nahegelegene Halle für die Betriebsbusse des Museums wird noch genutzt. Remise 4 wurde 2015 fertiggestellt, sie wird bis zur Fertigstellung der Gleisharfe vor der Halle – dessen fehlenden Teile im Herbst 2021 geliefert werden sollen – auch als Depot genutzt.
Die vier vorderen (Durchfahr-)Gleise – auf denen aktuell Busse und Großersatzteile stehen – sind als Betriebsgleise vorgesehen, von denen die Straßenbahnen ein- und aussetzen. Die hinteren sechs Gleise sind als Depotgleise geplant, wo die Arbeitsreserve des Museums hinterstellt werden kann.


Tw 305

Die Triebwagen 305 gehört zu den „Engelhardt-Wagen“, einer Serie von zehn Wagen, die vom Architekten Knud V. Engelhardt entworfen und 1911 in Betrieb genommen wurden. Die Wagen waren die ersten, die mit geschlossenen Endbühnen gebaut wurden und daran zu erkennen, dass sie sechs gleiche Seitenfenster hatten.
Die zehn Fahrzeuge sollten Ende der 1930er Jahre ausgemustert werden, ein starker Anstieg der Fahrgastzahlen während des 2. Weltkriegs machte die Wagen aber unverzichtbar. Die Wagen wurden 1941/42 durch ein verlängertes Fahrwerk und verlängerte Plattformen modernisiert, ihr Einsatz endete 1962. Der Tw 305 wurde als Museumswagen erhalten, die anderen zu selbstfahrenden Salzwagen umgebaut. Von den Salzwagen ist noch der Tw 309 unrestauriert erhalten. Der Tw 305 soll langfristig in den Auslieferungszustand von 1911 versetzt werden.


Tw 190

Der Tw 190 wurde wie der Tw 305 2003 vom HT-Museum übernommen und bis zu einer Restaurierung zunächst eingelagert.

Irmawerbezug

Der Tw 257 war einer von zwei Ganzwerbewagen der Kopenhagener Straßenbahn und fuhr mit IRMA-Werbung und Kaffeeausschank am 1. Juni 1967 für einen Tag im Linienverkehr. Zuvor fuhr im September 1957 der Tw 39 ebenfalls mit IRMA-Werbung und Kaffeeausschank durch København. Die Fa. IRMA hatte den Triebwagen 257 gekauft und stellte ihn nach dem Einsatz mit dem passend lackierten Beiwagen 1381 am Unternehmenssitz in Rødovre aus. Der Tw 257 soll langfristig wieder als Werbewagen mit der IRMA-Lackierung hergerichtet werden.

Tw 890

Zwischen 1960 und 1968 wurden 100 Düwag-Gelenkzüge nach København geliefert, bereits 1969 wurden die ersten überzähligen Fahrzeuge nach Alexandria in Ägypten verschifft, wo bis heute noch einige dieser Wagen im Einsatz stehen. 2001 kamen die beiden Wagen 815 und 890 zurück nach Dänemark, wo sie in Skjoldenæsholm noch einige Zeit im letzten Einsatzzustand verkehrten.
Der Tw 890 wird seit über 15 Jahren im Museum in den Auslieferungszustand versetzt, allmählich ist bei diesen Arbeiten Land in Sicht, der 890 konnte inzwischen verglast werden und in den kommenden Monaten werden die Türen eingebaut. Die Inneneinrichtung ist bereits weitgehend fertig aufgearbeitet, so dass der Wagen „nur noch“ zusammengebaut werden muss und eine Lücke in der Fahrzeugflotte der Kopenhagener Straßenbahn geschlossen werden kann.
Der zweite übernommene Düwag-Zug, der 815, konnte in Gera vor der Insolvenz der Stadtwerke im Juni 2014 nicht mehr fertiggestellt werden – seine Rückkehr ist derzeit nicht absehbar, da eine neue Werkstatt gefunden (und bezahlt) sein muss.


V6E 3657

Der einzige betriebsfähige Hamburger Großraumwagenzug mit seiner zeitgenössischen Werbung ist eine Augenweide, das Möbelhaus Hühnlein aber längst Geschichte.

V6E 3657 und Tw 7079

In den Nachkriegsjahren setzte sich zunächst der Großraumwagen durch, ehe die Gelenkwagen ihren Siegeszug antraten. In der Farbgebung dem Hamburger Eigengewächs V6 ähnlich, aber technisch völlig unterschiedlich die tschechische Konstruktion des Großraumwagens, die sich in Form des 2,5m breiten T3 und – in kleineren Stückzahlen – des 2,2m breiten T4 praktisch im gesamten damaligen Ostblock durchsetzte.

Tw 7079

Mit Baujahr 1985 ist der T3SUCS 7079 mit Abstand der jüngste Straßenbahnwagen der Sammlung in Skjoldenæsholm, aber die ursprünglichen Tatraausführungen sind inzwischen fast überall und auch in Praha, der Tatra-Hochburg, Geschichte.

Tw 567

Hatte sich das Wetter entgegen zwischenzeitlicher Prognosen den Tag über trocken gehalten, zogen zum Abend hin Regenfelder über das Museum. Tw 567 und Bw 226 rollen entlang der kurz vor offzieller Museumsschließung wieder recht ruhigen Valby Langgade.

Tw 12, R4, Tw 965 und Tw 36

Im Anschluss an die Museumsöffnung wurde für die Mitglieder des Museumsvereins noch der alljährliche Abendbetrieb gefahren, bei dem neben einigen Sonderfahrzeugeinsätzen auch die passiven Mitglieder die Möglichkeit haben, selbst eine der Straßenbahnen unter Aufsicht zu fahren.
Am Abend rückte auch der Odenseer Triebwagen 12 mit dem im
Mai 2021 in Betrieb genommenen Beiwagen 59 aus. Der Tw 12 verfügt aktuell nur über einen funktionsfähigen Motor und kommt daher bis zur Reparatur nicht im regulären Museumsverkehr zum Einsatz. Den Abendpendel zum Parkplatz hat der Flensburger Tw 36 übernommen und der R4 wird noch einmal ranigert.

Tw 12

Damit die Mitglieder den Neuzugang Bw 59 aus Odense im Betrieb erleben konnten, drehte der Verband noch einige Runden durch das Museum.

Tw 12

Während der ersten Runde des Tw 12 war ein Starkregenschauer über dem Museum niedergegangen und der Zug bahnt sich seinen Weg durch die überfluteten Rillenschienen.

Tw 12 und Tw 2410

Der Cafévogn 2410 rückt ein und passiert auf regennassem Asphalt den abfahrenden Tw 12.

Tw 2410

Während rechts der in den weitgehenden Zustand bei Erprobung des Düwag-Gelenkwagens in København 1958 versetzte Tw 2412 auf die abendlichen Fahrschulfahrten wartet, passiert der im Düsseldorfer Look lackierte, aber als Cafévogn genutzte Tw 2410 das regennasse Kopfsteinpflaster an der Valby Gamle Remise.

FS1

Während dem Rekowagen aus dem Raw Berlin-Schöneweide „die etwas härtere Art Straßenbahn zu fahren“ nachgesagt wird, dürfte beim Frederiksberger Bus FS 1 mit seinen Vollgummireifen und der Blattfederung der Fahrkomfort nicht wirklich besser sein. Die Mitglieder konnten am Abend bei Rundfahrten über das Museumsgelände einen Eindruck des damaligen Fahrkomforts gewinnen.

FS1 und Tw 12

Begegnungen im Museum.

Fotos in Google Earth © 2021 Jan Borchers, www.bahnfotokiste.de Nach oben